Lass dich nicht verbrennen: Ratschläge zu Sonnenschutzmitteln

Der Sommer ist eine Weihnachtszeit. Das Meer zieht viele Menschen an. Neben den europäischen Zielen stehen weitere exotische Ziele auf dem Programm. Und wer am Meer ruht, sollte natürlich auf einen ausreichenden Schutz vor der Sonne achten. Aber genau das ist es, was für die Umwelt gefährlich werden kann. Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln und Sprays lösen sich im Wasser auf und können für das Ökosystem gefährlich sein. Speziell für Riffe. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, damit Ihr Sonnenschutz nicht zu einer Gefahr für die Riffbewohner wird.

Die beiden für die marinen Ökosysteme am schädlichsten sind Octinoxat und Oxigenzon, auch bekannt als Benzophenon. Beide Chemikalien sind in vielen Sonnenschutzmitteln enthalten und sollen die Haut vor Verbrennungen schützen, indem sie schädliche ultraviolette Strahlen in Wärme umwandeln. Im Wasser stellen beide Chemikalien jedoch eine Gefahr dar, die den Korallen ihren natürlichen Schutz nehmen kann. Auf diese Weise werden empfindliche Strukturen anfälliger für Korallenbleiche. Chemikalien können auch das Korallenwachstum verlangsamen.

Schon geringe Mengen dieser beiden Chemikalien können schwerwiegende Folgen für die Korallenriffe haben. Auf Hawaii müssen Riffe etwa 6000 Tonnen Sonnenschutz pro Jahr aushalten, etwa zehnmal so viel, wie sie tatsächlich aushalten können. Sonnenschutz ist jedoch nicht die einzige Quelle für Octinoxat und Oxybenzol. Beide Chemikalien können auch über das Abwasser in das Meer gelangen, da viele Kläranlagen nicht darauf ausgelegt sind, sie aus dem Wasser zu filtern.

Auch der Einsatz von silikonbasierten Chemikalien, Cyclopentaziloxan und Cyclomethicon sollte vermieden werden. Sie gelten als echte Wunderprodukte für die Haut, wirken sich aber nachteilig auf die Fortpflanzungsorgane von Meerestieren aus.

Welche Inhaltsstoffe sind sicher? Sonnenschutzmittel, die für Unterwasser-Ökosysteme unbedenklich sind, sind in der Regel mineralisch und enthalten Zink und Titanoxid. Diese Inhaltsstoffe haben keine negativen Auswirkungen auf die Riffe. Mineralische Sonnencremes absorbieren die Haut nicht, sondern bilden eine Schutzschicht auf der Hautoberfläche. Sonnencremes mit Mineralpartikeln über 100 Nanometer (nenano) gelten als sicher für Korallenriffe.

Creme statt Spray. Vermeiden Sie Aerosolsprays, die Sonnenschutz in Form eines Aerosols auftragen. Bei dieser Anwendung gelangt ein relativ großer Teil des Sonnenschutzes in die Luft und dann in den Sand, um WEg im Wasser zu finden. Aerosolsprays sind auch für die menschlichen Atemwege schädlich und daher eine schlechte Wahl.

Achten Sie auch auf die Etiketten. Immer mehr Hersteller kennzeichnen Sonnenschutzmittel, wenn sie als sicher für Korallenriffe gelten. Dies ist ein lobenswerter Schritt, aber es lohnt sich, einen Blick auf die Liste der Zutaten zu werfen. Da es in dieser Hinsicht keine einheitliche Kennzeichnung gibt, sind viele als “reef friendly” deklarierte Produkte nicht genau so. Es gibt auch keine Regeln, wann ein Unternehmen seine Produkte als sicher für Korallenriffe und Unterwasserökosysteme kennzeichnen darf.

Je weniger Chemikalien, desto besser. Generell gilt, auf möglichst viele Chemikalien zu verzichten, wenn man zum Strand reist. Je weniger Chemikalien ins Wasser gelangen, desto besser. So vermeidet es, zu viele Körperpflegechemikalien zu verwenden, bevor Sie an den Strand gehen.

Da Sie auf Sonnenschutzmittel nicht verzichten können (und sollten), müssen Sie sicher sein, dass Sie Sonnenschutzmittel kaufen, die so wenig schädliche Inhaltsstoffe wie möglich enthalten.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *