Torwart hält – Suárez fordert Handball

Ein Handball eines Torhüters im Strafraum? Das gibt es im Fußball nicht wirklich. Der Uruguayer Luis Suárez versuchte jedoch, eine Beschwerde in der Copa América einzureichen.

Das Copa America-Spiel zwischen Chile und Uruguay war ein bizarres Spiel. Luis Suárez, Stürmer des Uruguayer FC Barcelona, zog mit 0:0 gegen den chilenischen Torhüter Gabriel Arias im chilenischen Strafraum (22. Minute).

Arias hatte zuvor den linken Pass von Suárez in die Kurve freigegeben, nachdem der uruguayische Stürmer an ihm vorbeigegangen war. Nach der Parade des Torhüters zeigte Suárez für einen Moment mit der linken Hand auf den rechten Arm. Eine gemeinsame Geste, um vom Schiedsrichter eine Strafe zu verlangen.

Suárez scheint aber auch seine unbegründete Anschuldigung erkannt zu haben. Unmittelbar nach der Geste fasste er seine Hände über den Kopf und schien sich nur über die verpasste Chance zu ärgern – und nicht mehr über die verpasste Strafe.

Uruguay gewann das letzte Gruppenspiel gegen den südamerikanischen Meister von 2015 und 2016 ohne Strafe, wobei Edinson Cavani aus Paris Saint-Germain das Spiel mit dem einzigen Tor pro Kopf (82.) entschied.

Chile beschmutzt die Zuschauer

Ein paar Minuten vor dem Tor gab es eine zweite seltsame Szene im Spiel. Ein Fan, der auf das Feld gelaufen war, wurde von Chiles Gonzalo Jara (74.) zu Boden geworfen. Auf den Fernsehbildern sah es so aus, als würden die Uruguayer, darunter Suárez, dann einen Abtransport für den Verteidiger fordern.

Jara foulte einen uruguayischen Fan – und flog nicht vom Platz

Nicht ohne Grund, wie es die Fifa-Regeln besagen: “Gewalt liegt vor, wenn ein Spieler übermäßige Härte oder Brutalität gegen einen Gegner, Teamkollegen, Mannschaftsoffiziellen, Matchoffiziellen, Zuschauer oder eine andere Person anwendet oder versucht, ohne um den Ball zu kämpfen”. Der brasilianische Schiedsrichter Raphael Claus zeigte Jara nicht die rote Karte.

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